[3. Oktober 2021] KinOst: „Nackt unter Wölfen“

Filmvorführung:

Nackt unter Wölfen (1963)
Regie: Frank Beyer
Drehbuch: Bruno Apitz, Frank Beyer
Länge: 116 Minuten

3. Oktober | 18 Uhr
Stadtteilladen Mitmischen (Maxim-Gorki-Straße 40)

Drei Jahrzehnte sind vergangen seit die sogenannte Einheit Deutschlands verkündet wurde. Die Etablierung des Kapitalismus brachte einige negative Entwicklungen, mit denen viele Ostdeutsche heute noch zu kämpfen haben. Daneben sorgte die sog. „Wende“ auch für eine Unsichtbarkeitsmachung von DDR-Literatur. Dazu zählen einige Romane und Filme, die Gefahr laufen in Vergessenheit zu geraten.

Aus diesem Grund wollen wir dieses Jahr zusammen einen der ausdrucksstärksten Filme der DDR anschauen. „Nackt unter Wölfen“ basiert auf einem Roman von Bruno Apitz und spielt im Konzentrationslager Buchenwald, wo ein jüdischer Häftling ein etwa dreijähriges Kind ins Lager schmuggelt. Der Roman wurde in 30 Sprachen übersetzt und insgesamt 3 Mal verfilmt. Der Film selbst erhielt unzählige Auszeichnungen und wurde damals weltweit exportiert.

Als überzeugter Sozialist und Antifaschist fand Bruno Apitz nach den Grauen der Zweiten Weltkriegs in der DDR eine Zuflucht und eine Möglichkeit, seine Kreativität und antifaschistische Ideologie in Büchern zu verarbeiten. Die Romanfiguren, die im Buch erscheinen, tragen teilweise die Namen ehemaliger KZ-Mitgefangener des Autors. Die erste Veröffentlichung des Romans 1958 fiel mit der Eröffnung der Gedenkstätte Buchenwald zusammen. Während im bürgerlichen Liberalismus oft leere Worthülsen den Begriff des Antifaschismus umgeben, lies Bruno Apitz nichts unversucht, seinem Aktivismus Ausdruck zu verleihen.

Lasst uns diesen wichtigen Meilenstein der DDR-Literatur und -cinematographie nicht in die Bedeutungslosigkeit geraten.

PAM: Spur des Widerstands – Radtour durch die antifaschistische Geschichte Magdeburgs

Am 20. September wollen wir uns mit dem Rad auf die Spur der antifaschistischen Widerstandsgeschichte Magdeburgs machen.

Wir werden verschiedene Mahn- und Denkmähler anfahren und dort etwas zu ihrer Geschichte lernen. Außerdem wird es musikalische Begleitung an verschiedenen Orten geben.

Starten werden wir um 14 Uhr am Schellheimerplatz und am Mahnmal für Magdeburger WiderstandskämpferInnen in der Schellingstraße mit einem gemeinsamen Picknick enden.

Halt wach dein Gedächtnis!

Internationaler Frauen*kampftag 2020: Heraus zum kämpferischen 8. März!

Aufruf der Gruppe Proletarische Autonomie Magdeburg, zur 8. März 2020

Demonstration – 15 Uhr, Hasselbachplatz, Magdeburg

Der 8. März gilt als Weltfrauen*tag – ein Tag, an welchem uns Frauen* Blumen gegeben werden, – wenn wir nicht mit Werbung für Kosmetikprodukte überhäuft werden- wir beglückwünscht werden und uns Wertschätzung ausgesprochen wird. Aber diesen Tag als einen Tag der Dankbarkeit zu verstehen, ist nichts anderes als Heuchlerei. Tatsächlich offenbart uns der 8. März die tägliche Unterdrückung, in der Frauen* aus der ganzen Welt leben. Wir müssen uns die Frage stellen, warum wir nur an einem Tag im Jahr Frauen* anerkennen? Dieser Tag würde nicht existieren, wenn Frauen* einen Platz als freie Wesen in dieser Gesellschaft hätten. Wenn Frauen* jeden Tag respektiert und wertgeschätzt und in einer gleichberechtigenden Gesellschaft leben würden.

Der 8. März ist der Tag, an welchem im Jahr 1857 mehr als 100 Frauen in New York zu Tode verbrannt sind durch ihren Boss, während sie in ihrer Fabrik für ihre Rechte als Arbeiterinnen streikten. Es ist der Tag der revolutionären Frauen*, wie Clara Zetkin, die im Jahr 1910 in der Zweiten Internationalen Konferenz der Sozialistischen Frauen den 8. März als Tag der Internationalen Arbeiterinnen vorgeschlagen hatte. Und allgemein ist der 8. März der Tag, um jeder unterdrückten Frau* zu gedenken und uns bewusst zu werden, dass jeder Tag ein Kampftag ist, bis wir soziale Gerechtigkeit, Gleichheit und Freiheit erlangen.

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PAF: Antifaschistische Gedenktour

Am 25.04.2020, ein Tag nachdem Finsterwalde vor 75 Jahren vom Hitlerfaschismus befreit wurde, wollen wir den Opfern des Nationalsozialismus und den antifaschistischen Widerstandskämpfern gedenken. Erstmalig wollen wir in diesem Jahr eine kleine „Gedenktour“ durchführen. Diese startet um 10:00 Uhr am ehemaligen VVN Denkmal am Springbrunnen in Finsterwalde. Weiter geht es zum Geschwister Scholl Denkmal, zum Sowjetfriedhof und zum Denkmal für die deportierten KZ-Häftlinge auf dem Friedhof Finsterwalde. Danach wollen wir gemeinsam nach Tröbitz zum jüdischen Friedhof fahren, wo wir dem „Verlorenen Zug“ gedenken wollen. In dem Zug befanden sich KZ-Häftlinge aus Bergen-Belsen, welche in Viehwaggons getrieben mehrere Tage durch Deutschland fuhren, bis der Zug wegen einer gesprengten Brücke bei Tröbitz stehen bleiben musste, zwei Tage später wurde der Zug durch die Rote Armee Befreit. Zum Schluss wollen wir zum ehemaligen KZ Schlieben-Berga fahren, um den ehemaligen Häftlingen zu gedenken, die dort für die Wehrmacht Panzerfäuste produzieren mussten.

Wer Interesse hat, an dieser Tour teilzunehmen, meldet sich bitte bei uns unter paf@riseup.net oder im Infoladen „Black-Mask“, damit wir besser die benötigten Fahrzeuge einplanen können.

PAM: Auswertung der Kampange zum 3.Oktober 2019

Anlässlich des 3.Oktobers 2019 hatten wir einige Aktivitäten geplant, um auf die zunehmende Gentrifizierung Magdeburgs und speziell Stadtfelds aufzuklären . Dabei wollten wir Möglichkeiten bieten, zusammen zukommen und gemeinsam über Formen des Widerstandes zu diskutieren.
Ein weiteres Anliegen war uns, sich mit den Folgen der Einverleibung der DDR in den Staat BRD auseinanderzusetzen und den Nationalfeiertag fernab von Freudentaumel mit unseren eigenen Inhalten zu füllen.

Die meiste Arbeit ist dabei in die „Magdeburger Volksstimmung“ , eine neue Zeitung in Magdeburg, geflossen. Die Volksstimmung hat die Funktion eines Blattes, mit welchem wir unsere Inhalte nach außen kommunizieren können und welches das Thema Gentrifizierung auf mehreren Seiten umreißt. Die erste Ausgabe hatte eine Auflage von mehreren tausend Stück und wurde hauptsächlich in Stadtfeld verteilt.

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PAM: Aufruf zum 3.Oktober 2019 – Mieten runter, Löhne rauf!

Der 3. Oktober wird deutschlandweit als Tag der Einheit gefeiert. Doch diese gefeierte „Einheit“ brachte auch viele negative soziale Auswirkungen mit sich. Eine davon ist der Ausverkauf der Wohnungen und die damit einhergehende Verdrängung. Wir wollen diesen Nationalfeiertag mit unserem Inhalt füllen – entgegen herrschender Geschichtsschreibung Deshalb rufen wir zur „Mieten runter – Löhne rauf“- Kundgebung am 3. Oktober 2019 um 13:00 Uhr am Olvenstedter Platz auf. Für Mittagessen und Getränke ist gesorgt.

Zu den signifikantesten sozialen Auswirkungen nach der Wende zählt wohl die hohe Arbeitslosigkeit, die durch den Wegzug und Zusammenbruch der Industrie entstand. Außerdem kämpfen Menschen heute immer noch um Anerkennung ihrer in der DDR erworbenen Berufsabschlüsse. Alles fing mit der Treuhand an: Per Einigungsvertrag hat die Bundesrepublik im Oktober 1990 damals das Vermögen und die Schulden der DDR übernommen. Die Aufgabe, das DDR-Vermögen zu privatisieren, hatte die Treuhandanstalt. Diese Treuhand war verantwortlich für den Ausverkauf der Volkswirtschaft. Von Korruption durchzogen, übernahmen hauptsächlich westdeutsche und ausländische Firmen die ehemaligen Volksbetriebe.

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PAM: Aktivitäten zum 3. Oktober 2019

Rund um den 3. Oktober werden wir verschiedene Aktionen durchführen. Wir laden alle Menschen ein zahlreich teilzunehmen.

Mittwoch, 4. September, 16 Uhr – Infostand, mit Verpflegung, am Olvenstedter Platz.

Mittwoch, 18. September, 16 Uhr – Infostand an der Einkaufspassage auf der Großen Diesdorfer Straße in Stadtfeld West

Donnerstag, 3. Oktober, 13 Uhr – „Mieten runter – Löhne rauf“ Kundgebung am Olvenstedter Platz. Für Mittagessen und Getränke ist gesorgt.

PAM: Kranzniederlegungen am 8. und 9. Mai

Am 8. und 9. Mai 2019 legten wir, einmal in Niederlehme (Brandenburg in der Nähe von Königswusterhausen) und in Magdeburg, Gestecke, in Gedenken an diejenigen, die sich dem deutschen Faschismus in den Weg gestellt haben und auch denen, die ihm zu Opfer gefallen sind. In Niederlehme besuchten wir am 8. Mai zusammen mit GenossInnen, die in der Region leben, ein in einiger Arbeit restauriertes Mahnmal des VVN. Das Mahnmal ist den Genossen Karl Scherer, Paul Schulze und Paul Schütze gewidmet. Diese drei Genossen wurden durch Verrat der Gestapo ausgeliefert und in Gefangenschaft hingerichtet. Die Genossen waren in einer Widerstandsgruppe der Region organisiert, welche aus anarchistischen und kommunistischen GenossInnen bestand und Widerstand gegen den Faschismus geleistet hat. Das Mahnmal wurde wie gesagt von ortsansässigen GenossInnen selbstständig restauriert. Ursprünglich sollte das Denkmal abgerissen werden, was von den GenossInnen verhindert wurde. Nach jahrzehntelangem Verfall, welcher schon zu DDR-Zeiten begann, gaben Sie dem Ort neues Leben und erhielten das Andenken an unsere Gefallenen damit aufrecht. Wir waren nun traditionell zum dritten Mal an diesem Ort, weil es unserer Überzeugung nach wichtig ist, auch solchen kleinen Orten und Regionen Beachtung zu schenken, um das Andenken an weniger bekannte WiderstandskämpferInnen aufrecht zu erhalten.

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Solidaritätskundgebung am 9. Mai in Magdeburg

Am 9. Mai 2019 werden wir am Alten Markt in Magdeburg eine Kundgebung in Solidarität mit dem Hungerstreik der kurdischen Bewegung durchführen. Die Kundgebung wird von 15 Uhr bis 18 Uhr stattfinden. Kommt zahlreich und zeigt, dass wir zusammen mit unseren hungerstreikenden GenossInnen stehen!

Hoch die internationale Solidarität!

Die Hungerstreikenden werden siegen!

PA: Veranstaltungen mit „die plattform“ am 28. und 29. Mai in Finsterwalde und Magdeburg

Mit Freude können wir mitteilen das es an folgenden Daten, Vorträge und Diskussionen mit „die plattform“ geben wird:

28. Finsterwalde – Infoladen Black Mask (Oscar-Kjellberg-Straße 28) ab 19.00 Uhr

29. Magdeburg – Infoladen Magdeburg-Stadtfeld (Alexander-Puschkin-Str. 20) ab 16.00 Uhr Essen – ab 18.00 Uhr Vortrag