PAM: 1.Mai-Demonstration in Magdeburg

AUFRUF DES 1.MAI-BÜNDNIS MAGDEBURG

Am 1. Mai 1886 gingen in Chicago (USA) tausende ArbeiterInnen zur Haymarket-Demonstration für den Acht-Stunden-Tag auf die Straße. Durch den Terror der Polizei endete der Tag mit vielen Toten. Aus den Ereignissen dieses Tages entstand der 1 Mai als Kampft ag der ArbeiterInnen und Arbeitslosen für ihre Rechte und das auf der Ganzen Welt. Dieser Tag wird von uns Proleten als Kampft ag begriff en und genutzt.
Seit nunmehr 130 Jahren kämpfen die Menschen weltweit für ihre Befreiung, mit unterschiedlichen Mitteln. Er ist die Zusammenführung aller Klassenkämpfe. Der 1. Mai ist so enorm wichtig, denn er eint jedes Jahr aufs neue die Unterdrückten, welche wie wir mit den herrschenden Verhältnissen nicht einverstanden sind und gibt uns dadurch Stärke, wenn wir uns aufeinander beziehen. In diese Tradition reihen sich auch in Magdeburg seit 2007 Jahren die Aktivitäten unterschiedlicher Gruppen, Initiativen und Bündnisse welche ihre Arbeit in unterschiedlichen Feldern zusammen führen. Uns bringt die gleiche Wut auf die Straße, welche die Brüdern und Schwestern der Gelbwesten- Bewegung in Frankreich seit Monaten auf die Straße treibt. Es ist klar zu sehen wie effektiv die Selbstorganisierung unserer Klasse ist, wenn sie ihre Methode selber wählt. Denn ziemlich schnell war der französischer Präsident bereit die Sozialausgaben drastisch zu erhöhen. In Commercy werden Volksräte aufgebaut und die Menschen dazu aufgefordert, dies im Rest Frankreichs auch zu tun. Die Bewegung positionierte sich klar antikapitalistisch und schaft es mit Besetzungen und Blockaden das herrschende System anzugreifen.
Die gleichen Sorgen, um die Zukunft unseres Planeten treibt uns auf die Straße, wie die tausende von Schülern weltweit, auch hier in Magdeburg, auf die Straße gehen, um für Klimagerechtigkeit und eine lebenswerte Zukunft zu kämpfen. Da es auch verstärkt antikapitalistische Parolen sind, die ihr Handeln bestimmen, ist die Sorge der Herrschenden groß vor dem heranreifendem Bewusstsein der Jugend. Sogar der Gigant Mc-Donalds sieht sich gezwungen die Jugend mit einem Werbeplakat daran zu erinnern, dass „Wir die Welt nicht verändern können aber Uns“. So ein Blödsinn!!! Die wirtschaftlichen Verhältnisse in denen wir leben, bestimmen unsere Denken und Han- deln. Und diese Lebensumstände sind veränderbar!!! Es müssen nur die Vermögen der Milliardäre und Millionäre enteignet und umverteilt, sowie die Produktionsverhältnisse kollektiviert werden.
Mit der gleichen Entschlossenheit aller Frauen, welche sich am 8. März die Straße genommen haben um gegen patriarchale Gewalt und für gleiche Rechte zu kämpfen. Am 1. Mai wollen wir nochmals verdeutlichen, dass wir die Rechte aller Proletarierinnen auf unseren Fahnen tragen. Wir wissen, dass die Unterdrückung und Ausbeutung der Frauen die härteste ist, da ihre Unterdrücker nicht nur in der herrschenden Klasse sind sondern oft mals leider in jeden Mann stecken.
Die Rechte welche unsere Klasse sich damals durch harte Kampfe erstritten hat, müssen heute wieder ins Auge gefasst werden. So ist der 8 Stunden Tag in manche Jobs schon wieder eine notwendige Forderung: Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich! Oder auch die Entwicklung von tariflich gebundenen ArbeiterInnen zu prekär Beschäftigten, also flexiblen Arbeitskräft en, ist ein Weg um die Einheit unserer Klasse zu zersetzen. Der Wettkampf um Arbeit, welcher auf dem Rücken der Arbeitslosen ausgetragen wird, wird erweitert, indem wir zu quasi Selbstständigen werden, die weder festes Gehalt, noch feste Arbeitszeiten kennen. Wir sollen flexibel sein, um ständig den Interessen des Kapitals Folge leisten zu können. Und auch wenn die Krisen welche der Kapitalismus zwangsläufig immer wieder Produziert auf dem Rücken unserer Klasse „gelöst“ werden, so wissen die Herrschenden noch besser als wir, dass diese immer härter werden. So sind die ständigen Preisanstiege des Wohnraums und die dagegen entstehende Kampfe Signale welche der herrschende Klasse Angst machen. Denn sie fürchten die sozialen Konflikte, die aus Armut und Ungleichheit entstehen. Der Staat will sich mit den neuen Polizeigesetzen vor den kommenden Unruhen schützen und fährt neben einem alles einnehmenden Überwachungsapparat, eine militarisierte Polizei auf (Maschinengewehre, Granaten, Fußfesseln, Panzer etc.).
Die Zahl sozialer und politischer Gefangener steigt immer weiter an. Gleichzeitig werden reaktionäre und faschistische Kräfte gestärkt, um kapitalistische Kriege und Krisenerscheinnungen auf dem Rücken geflüchteter Menschen auszutragen.
Deswegen gehen wir vereint auf die Straße am 1. Mai ohne Unterschiede in Hautfarbe, Geschlecht, sexueller Ausrichtung, Arbeitsverhältnis oder Alter, vereint im Ziel diese Welt zu verändern, um uns alle zu befreien!

14 Uhr – Damaschkeplatz Magdeburg

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